Der schlimmste Feind ist die Gewöhnung!

Viele kennen es von vorlauten Kindern (natürlich nicht von den eigenen): Kein Respekt, Umgangsformen wie ein Neandertaler und teilweise rotzfrech.

Gewöhnung
Als Lehrer, Pädagoge oder Lehrherr, Restaurantbesucher oder Ladenbesitzer, ÖV- oder Bahnbenutzer sind viele sicherlich ähnlicher Meinung. Wir sehen Kleidungskatastrophen, durch Krakeleien, grauenhaft verunstaltete Häuserwände (= Grafitti-„Kunst“) und eine zunehmend infantilisierte Sprache. Wir bemerken einen stetig verkümmernden Wortschatz, ein verpönter Stil- und Leistungsgedanke, völlig autistische Handy-/I-Phone-/I-Pad-Fetischisten und eine steigende Anspruchshaltung immer breiterer Bevölkerungsschichten; es scheint, als ob wir kulturell, intellektuell, sprachlich und emotional zunehmend degenerieren.

Und tatsächlich verbreitert sich die Spaltung des Niveaus der Gesellschaft immer offensichtlicher; während sich eine wachsende Masse immer mehr der emotionalen und intellektuellen Fremdsteuerung unterwirft und ihre Lebensinhalte passiv (= bequemer) von dritter Seite gestalten lässt, reduziert sich die Menge derer, die selbst nach Bewusstsein, Zielen, Inhalten und Verständnis für Hintergründe und Geschehnisse suchen, zunehmend. Geistiger wie emotionaler Tiefgang wird durch Flachheit auf breitester Front ersetzt. Denn täglich austauschbare „Infos“, um „cool“, „in“, „hipp“ und „up-to-date“ zu sein, zählen mehr als eine (selbst)durchdachte und fundierte Meinungsbildung.

Das kommt vor allem denen entgegen, die uns so benevolent mit „Sicherheits- „Gesundheits-“, „Multikulti-„ und „Verbraucherschutz-„-Floskeln beglücken und umgarnen – insbesondere Politiker, die sich (mangels realer Qualifikation) damit ein Denkmal setzen, sich unentbehrlich, dringend wählbar und wichtig machen wollen, um möglichst (leistungslos) an die begehrten Futtertröge des modernen Staates zu gelangen.

Die Abhängigkeit der Bürger von exogener Fremdbestimmtheit wächst tagtäglich und in immer bedrohlicherem Maße. Kein Wunder, dass immer mehr Menschen resignieren, sich innerlich abwenden und es den selbsternannten „Volksbeglückern“ überlassen, ihre Lebensinhalte und– umstände zu definieren und zu regeln. Wundert es da, dass sich unsere Kinder an ihrem „(v)erwachsenen“ Umfeld ganz selbstverständlich ein maliziöses Beispiel nehmen und immer leichter den bequemeren Weg gesellschaftlicher Vermassung nehmen, statt Individualität zu spüren und entwickeln zu wollen? Sie ahmen damit von Kindesbeinen an nur nach, was ihnen Eltern und Umfeld vorexerzieren – sprachlich und gedanklich, emotional wie intellektuell, geistig und materiell. Sie übernehmen „Überzeugungen“, Handlungs- und Argumentationsmuster, ohne diese (= unbequem) zu reflektieren. Die meisten verfallen dann in Resignation, systemische Denk- und Handlungsstarre, bequemes Nichthandeln oder sinnarmes Hoffen.

Es sind nicht (nur) die Politiker, Pharma- und Industriekonzerne, Werbung und Medien, Banken, Militärs und kranken Religionen, die die Verantwortung an der wachsenden Flut von Problemen und Skandalen tragen, sondern eine immer hedonistischere, selbstvergessene sowie denk- und handlungsträge Gesellschaft, die einen längst nicht mehr finanzierbaren „ALL INCLUSIVE“-Wohlfahrtsstaat (und dessen Nutznießer) gewähren lässt. Wir alle sind dazu aufgerufen, uns unserer eigenen Kompetenzen zu erinnern, auf unsere eigenen Fähigkeiten zu bauen (diese auszubauen), uns unserer Eigenverantwortlichkeit bewusst zu werden und die eigene Souveränität zurückzugewinnen.

Denn der schlimmste Feind ist die Gewöhnung!

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Ein Kommentar zu Der schlimmste Feind ist die Gewöhnung!

  1. klebefolien sagt:

    Die veröffentlichte Informationen sind sehr interessant und ich würde auch gerne mehr über diesen Thema erfahren. Vielen dank für den tollen Artikel.

    Gruß Anna

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