{"id":135,"date":"2011-11-11T08:00:57","date_gmt":"2011-11-11T08:00:57","guid":{"rendered":"http:\/\/wp.carstensomogyi.dbc.at\/?p=135"},"modified":"2011-03-10T21:22:43","modified_gmt":"2011-03-10T21:22:43","slug":"die-kathedrale-errichten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.carstensomogyi.de\/?p=135","title":{"rendered":"Die Kathedrale errichten"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/wp.carstensomogyi.dbc.at\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/Fotolia_444324_XS7.jpg\"><\/a><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-144\" title=\"Die Kathdrale errichten\" src=\"https:\/\/blog.carstensomogyi.de\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/Fotolia_444324_XS7-300x300.jpg\" alt=\"Bild Die Kathdrale errichten\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.carstensomogyi.de\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/Fotolia_444324_XS7-300x300.jpg 300w, https:\/\/blog.carstensomogyi.de\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/Fotolia_444324_XS7-150x150.jpg 150w, https:\/\/blog.carstensomogyi.de\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/Fotolia_444324_XS7.jpg 346w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Vor langer Zeit, an einem feuchthei\u00dfen Nachmittag, verl\u00e4sst ein einzelner Reisender die sicheren Mauern einer mittelalterlichen Stadt. Als er etwa eine Meile vom Stadttor entfernt ist, sieht er in der Ferne drei M\u00e4nner langsam auf sich zukommen.<\/p>\n<p>Alle drei schieben eine Schubkarre vollgepackt mit Steinen vor sich her. Als der <strong>erste<\/strong> Mann herankommt, fragt ihn der Reisende: &#8222;Was machst du da?&#8220; Ver\u00e4rgert \u00fcber diese \u00fcberfl\u00fcssige Frage, antwortet der m\u00fcde und durstige Mann: &#8222;Ich schiebe eine mit Steinen beladene Schubkarre!&#8220;<\/p>\n<p>Als der <strong>zweite<\/strong> Mann n\u00e4her kommt, stellt ihm der Reisende dieselbe Frage. Er erh\u00e4lt jedoch eine andere Antwort: &#8222;Ich habe eine Frau und kleine Kinder, sie m\u00fcssen essen, und ich muss arbeiten, damit sie etwas zu essen haben.&#8220;<\/p>\n<p>Der Reisende geht auf den <strong>dritten<\/strong> Arbeiter zu und fragt ihn: &#8222;Was machst du da?&#8220; Dieser bleibt stehen, stellt die Schubkarre ab und schaut den Fragenden an. In seinen Augen sieht der Reisende nicht nur Ersch\u00f6pfung und M\u00fcdigkeit. Er entdeckt einen Anflug von Stolz und W\u00fcrde. &#8222;Was ich mache? Ich baue eine Kathedrale!&#8220;<\/p>\n<p>Welche der drei Antworten w\u00fcrden wir geben, wenn uns jemand nach unserer eigenen Berufsarbeit fragt? Ich vermute, je nach Situation, nach unserem k\u00f6rperlichen Zustand bei der Last und Hitze des Tages und nach unserer Stimmung werden wir uns in den Antworten aller drei M\u00e4nner wiederfinden.<\/p>\n<p>In jedem Beruf gibt es Momente, in denen man \u00fcberm\u00fcdet ist, es einfach satt hat, dass man vor lauter Kleinkram den \u00dcberblick verliert. Entscheidend aber ist: Welche innere Grundeinstellung habe ich zu meinem Beruf und meiner Arbeit?<\/p>\n<p>Sehe ich einen Sinn in meiner T\u00e4tigkeit, oder ist sie nur ein Job, den ich f\u00fcr meinen Lebensunterhalt brauche? Bei der gegenw\u00e4rtigen Wirtschaftslage mit ihrer gro\u00dfen Arbeitslosigkeit werden viele nicht gr\u00f6\u00dfere Anspr\u00fcche stellen: Sie sind froh, dass sie \u00fcberhaupt eine Arbeit haben, die einigerma\u00dfen entlohnt wird. Auf die Dauer kann das aber nicht befriedigen<\/p>\n<p>Die Antwort des zweiten Mannes in unserer Geschichte zeigt schon eine Dimension auf, die tiefer ist: Die soziale Verantwortung. Er kann die Last des Tages tragen, weil er an seine Familie denkt. Der dritte Arbeiter sieht ein gro\u00dfes Ziel in seiner T\u00e4tigkeit. Wenn auch sein Anteil an dem gro\u00dfen Werk nur der ist, Stein f\u00fcr Stein herbeizukarren, ist sie doch wichtig und sinnvoll.<\/p>\n<p>Und so kann er die Last und M\u00fche leichter ertragen.<\/p>\n<h2><span style=\"color: #0000ff;\">Meine Fragen an Sie:<\/span><\/h2>\n<p>Mit welcher Einstellung machen Sie Ihren Job?<\/p>\n<p>Leben Sie um zu arbeiten oder arbeiten Sie, um zu (\u00fcber)leben?<\/p>\n<p>Hat Ihnen der Artikel gefallen? Warum?<\/p>\n<p>Wie k\u00f6nnen Sie diesen Inhalt f\u00fcr und in Ihr eigenes Leben integrieren?<\/p>\n<p>Welche Menschen fallen Ihnen ein, denen\u00a0Sie weiterhelfen m\u00f6chten, um die Einstellung zu sich selbst und der beruflichen T\u00e4tigkeit zu ver\u00e4ndern?<\/p>\n<h2><span style=\"color: #0000ff;\">Meine Bitte an Sie:<\/span><\/h2>\n<p>Nat\u00fcrlich w\u00fcrde es mich freuen, wenn Sie diesen Artikel Ihren Freunden, Kollegen und Bekannten weiterempfehlen w\u00fcrden. \u00a0<\/p>\n<h2><span style=\"color: #0000ff;\">Mein Dank an Sie:<\/span><\/h2>\n<p>Ich danke Ihnen f\u00fcr Ihr Interesse und Ihre Leser\u00a0&#8211; Treue! \u00a0<\/p>\n<p>Bis zum n\u00e4chsten Mal &#8230;<\/p>\n<p>Ihr Carsten Somogyi<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor langer Zeit, an einem feuchthei\u00dfen Nachmittag, verl\u00e4sst ein einzelner Reisender die sicheren Mauern einer mittelalterlichen Stadt. 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